/ Lektion gelernt #1
8. April 2015

Agiles Vorgehen: eine Idee entsteht, diese Idee wird in Themenblöcke (Epen) runtergebrochen, daraus entstehen wiederum Stories wie zum Beispiel „As a USER I would like to see distance to other users showed as Radar or google Maps“. Diese Stories werden in eine sinnvolle, priorisierte Abarbeitungsreihenfolge gebracht. So weit, so gut.

Dann gehen wir noch einen Schritt weiter und definieren, welche der Stories aus welchen Epen im Proof of Concept umgesetzt werden sollen. Damit ist (eigentlich) klar, was im PoC drin sein muss: Ich will Kontakte aus meinen Adressbuch auf einem Radar sehen; und ich will sehen, wie weit entfernt sich diese von mir aufhalten.

Der PoC, der im Beta-Test verprobt wird, ist für uns dazu da, folgende Punkte zu überprüfen:

  • kann das Tool Cordova, welches wir für die plattformübergreifende App-Generierung verwenden, unsere Grafik darstellen
  • läuft die App auf Basis dieses Tools genügend performant
  • ist die Benutzerführung, die wir uns ausgedacht hat, stimmig und mitreißend
  • sprechen wir die wichtigsten Bedürfnisse unserer Nutzer an und bieten wir eine stimmige Lösung

Der PoC ist NICHT dafür gedacht, herauszufinden, dass Cordova nicht auf das Adressbuch der Mobilgeräte zugreifen kann! Wir sind davon ausgegangen, dass die Programmierer ein Tool einsetzen, dass diese grundlegende Anforderung bedient und sehen es als absoluten Showstopper, wenn eine solche Basisfunktionalität (zumindest auf den neusten Betriebssystemen) einfach nicht funktioniert! Und genau dies haben wir gestern herausgefunden, an dem Tag, an dem der Beta-Test hätte starten sollen.

Lektion #1:

Prüfe sehr früh im Projekt, ob die technischen Komponenten das bieten, was sie versprechen. Die fachliche Überprüfung der Anforderungen im PoC ist zwar der richtige Ansatz, aber zuerst gilt es, die technische Grundbasis zu legen und zu prüfen.

Verlasse Dich nie darauf, dass die Personen, die mit der technischen Umsetzung befasst sind, Deine Anforderungen korrekt umsetzen. Sie sollten das vorher immer spiegeln, damit ganz klar ist, dass alle Beteiligten den selben Kenntnisstand haben und die Ziele eindeutig definiert sind.

Top