/ Unvorhergesehenes. Oder: Sand im Getriebe
10. April 2015

Ach ja, die liebe Technik!

Dienstag, den 7.4. sollte die Beta live gehen. Als Open Beta. Freilich noch mit abgespecktem Funktionsumfang, aber doch so performant, dass unsere geladenen Beta-User die Standorte ihrer Kontakte aus ihrem Adressbuch in Realtime sehen. Und – sofern diese die App nicht selber nutzen – einladen können bzw. den Standort sehen, der jeweils dem Adressbucheintrag hinterlegt ist. Und das unabhängig davon, ob der Kontakt Android oder iOS nutzt. Eigentlich ganz simpel?! Aber heute ist der 10. April und die Einladung zum Betatest ist immer noch nicht raus. Was lief schief?

Wir hatten mit unseren Entwicklern vereinbart, dass wir die Beta (in unserem Wording: den Proof of Concept) nach dem 3. Sprint Anfang April erhalten. 6 Wochen Entwicklungszeit sollten dafür genügen, so wurde uns das bestätigt. Und die infrastrukturellen Themen (Entwicklerplattform, Zertifikate, etc.) und das Design waren jeweils im Zeitrahmen besorgt und implementiert.

Aber am 7.4. bekamen wir gar nichts. Wir korrigieren: Wir erhielten die Nachricht, man sei dran. Irgendetwas Unvorhergesehenes (Roland, unser technisches Brain, kennt das aus eigenen Entwicklertagen – jo reagiert inzwischen verstört bis hysterisch auf diesen Begriff) habe sich ereignet: Offensichtlich gestatte die hybride Entwicklungsplattform nicht, dass Adressbucheinträge ausgelesen werden. Schlimmer noch: Wenn sie es gestatte, dann nur für Android. Und auch nicht für alle Versionen. Aber man wolle uns – so wurde uns versichert – die Funktionen Karte und Radar bis Mitte der Woche als Beta präsentieren.

Mittwochabend dann die Nachricht, die Beta sei fertig. Schnell noch AppGyver installiert (wir schicken gleich vorweg: Wer an die McAllzweckwaffe aus der ähnlich klingenden Vorabendserie erinnert ist, wird bitter enttäuscht sein) und miitya-Beta gestartet. Fred und jo haben nach der Prozedur:

  • dicker AppGyver-Download
  • Klick auf Link in einer Mail, worauf sich in einem stationären Browser ein Fenster öffnet
  • Scan des QR-Codes mit dem mobilen Device
  • Anmeldung in der App

was zugegebenermaßen nicht wirklich praktisch für einen public Betatest ist, auch ein kleinen ersten Glücksmoment: Da tauchen zwei Nutzer auf Karte oder Radar auf (die sich überlagern, da beide nur einen Schreibtisch auseinandersitzen). Das war es aber auch schon. Der Herz- und Nierentest am nächsten Vormittag beweist:

Statt Public Beta haben wir etwas erhalten, was noch weit von einer Closed Alpha ist.

Die App kann Stand heute genau drei Dinge:

  • Sie zeigt mit Glück und Ungenauigkeit den eigenen Standort an.
  • Der Energieverbrauch ist unterirdisch (3 Stunden und man muss wieder an die Ladestation)
  • Die Datenmenge, die das Device saugt, ist überirdisch. 1,2 GB bei 3 Nutzern in 2 Stunden? Wie soll das denn eine normale Flat stemmen?

Und schlimmer noch: Keine Lösung in Sicht. Was können wir unseren Beta-Usern sagen? Leider gar nichts? Wir schütten Asche auf unsere Häupter, entledigen die Entwickler der ihren und entwickeln fieberhaft Alternativpläne.
A propos Pläne: Die Bröckeln. Zu viel Unvorhergesehenes ;-(

Wir jedenfalls bleiben transparent in unserem Tun. So können geneigte Leser und Beta-Tester sich selber ein Bild machen.

 

 

4 thoughts on “Unvorhergesehenes. Oder: Sand im Getriebe

  1. Hallo Kollegen hallo lieber Johannes, super das Prinzip der App…Wahrscheinlich ist es gut PLAIN auf Basis HTML5 und CSS3 zu entwickeln, statt Nutzung eines Tools? Adresszugriff kann vermutlich dadurch extrem schlank nur auf die Daten zugreifen, die man möchte…LG Ernst

    1. Lieber Ernst!
      Schön, von Dir zu lesen! Danke für das Feedback und die Tipps. Darf sich Roland mal mit Dir in Verbindung setzen? Dann unterhalten sich die Profis! Und wir sind für jeden Hinweis wirklich dankbar!
      Auf bald mein Lieber,
      beste Grüße jo

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