Hier bloggt das Team

Meilen- und Stolpersteine. Alles aus Presse, Produkt und Event.

14. Juli 2016

Stabilisierung der Basis. miitya #4

Januar 2016 – Juni 2016

Stabilisierung der Basis war nun angesagt. Die Kräfte waren zurück, die Motivation wieder hoch, es ging los in ein neues Jahr. Der Backlog war voll, die Stories für den nächsten Sprint geklärt und die Entwickler standen in den Startlöchern. Natürlich wurden die Stories vorab in ihrer Komplexität eingeschätzt, mit dem Ziel, den Sprint recht gut beplanen zu können, vorab schon zu erkennen, welche Probleme auftauchen könnten.

Stabilisierung der Basis

Die Probleme lagen in der Codebasis begründet. Die beiden Plattformen iOS und Android setzten voraus, dass die Entwicklung entsprechend auf die Plattform zugeschnitten wurde. Die zwei Plattformen zwangen die Entwickler auch, alle Arbeiten doppelt auszuführen, und die Implementierung im Detail anzupassen. So gestaltete sich der Adressbuch-Abgleich auf iOS in einigen Punkten sehr viel komplizierter als auf Android, musste auf andere Art und Weise gelöst werden. Infolgedessen mussten Konzepte und Abstimmungen oft für beide Plattformen durchgeführt werden, was einen hohen Aufwand auf allen Seiten verursachte.

Unterschiede in den Plattformen

Im Weiteren mussten die indischen Kollegen zuerst verstehen, wieso vom vorherigen Team einige Dinge auf iOS gar nicht oder anders als auf Android implementiert wurden. Es stellte sich sehr oft die Frage, ob ein Bug oder eine bewusste Entscheidung, ein bewusstes Weglassen vorlag. Diese Erarbeitung ging natürlich zu Lasten der Umsetzungsgeschwindigkeit und so fiel es den Entwicklern schwer, den Sprintrahmen einzuhalten. Aus geplanten drei Wochen wurden 6 oder sogar 9 Wochen. Mit der Folge, dass die Updates nur in großen Abständen in den Stores ankamen.

Sprintplanung

Aus dieser Problematik heraus entstand der Wunsch seitens der Entwickler, die Sprintplanung zu intensivieren und dabei nicht nur die Fachlichkeit, sondern auch die technische Basis zu betrachten. Für uns als Product Owner hieß dies, dass die Aufwände der Sprintplanung sowie Schätzungen für die Stories eine Tendenz nach oben bekamen. Was nüchtern betrachtet weniger Funktionalität für mehr Geld bedeutet. Dafür kaufte man sich eine erhöhte Planungssicherheit und Liefertreue ein.

Regelbetrieb

Allerdings war nach einigen Sprints schon klar, dass dieser Zustand nur bis dahin beibehalten werden musste, bis der Code noch besser verstanden wurde. Das Team brauchte einfach Zeit, den Code zu verinnerlichen. So ging man gemeinsam im Juni zu einem Regelbetrieb über, der pro Sprint einige Stories, einige Bugfixes und Raum für Unsicherheit und Nachjustierung zuließ.

In diesem Modus wurden weitere Verbesserungen am miitya Core vorgenommen und erste Schritte Richtung Content-Modul gegangen. Das Content-Modul wurde erstmalig prototypisch auf der von uns begleiteten #startupkonf vorgestellt und stieß auf viel Zustimmung.

Nun geht es darum, herauszufinden, wie wir mit Lean Startup und Lean Analytics bessere und schnellere Ergebnisse erzielen können.

Dies ist der vierte Artikel einer Serie über unsere Erfahrungen in der Produktentwicklung nach Lean Startup. Dieser Artikel schließt die Rückschau auf die ersten Monate ab. Dahingegen werden spätere Artikel reflektieren, was wir heute aufgrund der gemachten Erfahrungen anders machen würden. Hier geht es zum dritten Artikel.

5. Juli 2016

Aussteller bei Bits & Pretzels auf der Messe. miitya #3

August 2015 – Dezember 2015

Als Aussteller bei Bits & Pretzels: dazu benötigten wir eine einigermaßen nutzbare Version in den Stores. Ende September fand die Gründermesse Bits & Pretzels statt, die durch uns wieder im Teilnehmermarketing massiv unterstützt wurde. Für uns als Gründer ein Termin, den wir unbedingt wahrnehmen wollten. Schließlich waren wir Aussteller auf der Messe und wollten unser Produkt vorzeigen. Glücklicherweise war die Version so stabil, dass die App dem interessierten Besucher gezeigt werden konnte und so über viele Gespräche Feedback an uns zurückfloss.

Aussteller bei Bits & Pretzels

Im Vorfeld zur Gründermesse wurden wir vom Chef des aktuellen polnischen Entwicklungspartners im Rahmen eines Akquisegesprächs angefragt, ob man sich auf der Messe treffen möchte. Seine Firma wäre im Bereich Mobile App Entwicklung tätig, vielleicht würden sich Anknüpfungspunkte ergeben? Nun war es bei Weitem nicht so, dass wir mit dem Fortschritt der App und der Qualität zufrieden waren, hier gab es in beiden Bereichen noch reichlich Luft nach oben. So boten wir dem anfragenden Chef an, dass man sich auf der Messe treffen und diese Dinge besprechen könnte – nachdem man schließlich schon Kunde von ihm sei. Gute Idee, so meinten wir, aber leider tauchte der Chef auf der Messe am Stand von miitya nicht auf. So blieb dieses Thema unbesprochen.

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11. Mai 2016

Rejected by Apple und die Lösung dazu. miitya #2

Mai 2015 – Juli 2015

Rejected by Apple für miitya als Location Based Service App. Damit miitya funktioniert, muss die App ständig auf den Standort des Nutzers zugreifen. Dann kann dieser mit den anderen Nutzern geteilt werden. Nur so ist es möglich, dass die Nutzer sich gegenseitig auf der Karte und auf dem Radar in Echtzeit sehen. Dies schien auch für Apple plausibel zu sein, denn schließlich waren wir und die Entwickler im April in der Lage, eine erste Version im App Store von Apple sowie im Play Store von Google zu veröffentlichen.

Rejected

Bei der zweiten Version wollte Apple aber nun auf einmal nicht mehr mitspielen. Nachdem die App drei Wochen lang geprüft wurde, erreichte uns die Meldung, dass die App für die Aufnahme in den Store zurückgewiesen (rejected) wurde. Begründung: es würde der Hinweis fehlen, dass die App im Hintergrund auf den Standort zugreifen und damit eine hohe Batteriebelastung verursachen würde. Es wurde also genau die Kernfunktion bemängelt, die auch schon in der ersten Version verbaut war.

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4. Mai 2016

Produktentwicklung nach Lean Startup. miitya #1

August 2014 – April 2015

Wir haben uns im Sommer 2014 entschlossen, ein Produkt nach Lean Startup zu lancieren. Die Produktidee hatten wir bereits: eine App, die persönliche Kontakte auf einem Radar und einer Karte im näheren Umkreis darstellt. Die Nutzer der App sollen damit ihr berufliches Netzwerk pflegen. Persönliche Kontakte heißt in diesem Fall, dass die Kontakte nicht von Facebook und Co. geholt werden. Die Kontakte werden aus dem Adressbuch auf dem Device hergenommen.

Lean Startup

Da nach Lean Startup vorgegangen werden sollte, haben wir nicht einfach losgelegt. Wir haben dazu über 30 Personen aus dem beruflichen und privaten Umfeld befragt. Für die Befragung wurde ein Klick-Prototyp erstellt, der auf dem Smartphone gezeigt werden konnte. Dadurch sollte herausgefunden werden, was die befragten Personen von der Idee halten. Wichtig war, ob sie die App nutzen, ob sie an deren Erfolg glauben würden. Das positive Feedback hat uns darin bestätigt, die Idee weiter zu verfolgen.

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