/ Stell Dir vor …. Du bist Mitglied in einem Verband
26. Oktober 2017

In Deutschland gibt es (Stand 2014) etwa 600.000 Vereine. Davon (Stand 2016) 15.750 Verbände. Während sich die Anzahl der Vereine in den vergangenen 40 Jahren verfünffacht hat, zeichnen die Mitgliederzahlen ein gegenläufiges Bild: Waren 1990 noch rund 62 Prozent der Bundesbürger Mitglied in mindestens einem Verein oder Verband, besaßen 2014 lediglich 44 Prozent der Deutschen eine Mitgliedschaft.

Von dem Rückgang sind insbesondere politische Vereine, aber auch karitative, humanitäre, Umwelt- oder Tierschutzvereine, aber auch Branchenverbände betroffen.

Warum engagieren wir uns (nicht mehr oder weniger) in Vereinen und Verbänden und was sind die Ursachen für diesen Rückgang?

Verband oder Verein?

Rechtlich wird nicht zwischen Verband oder Verein unterschieden; laut Sozialwissenschaften fokussiert der Verein eher auf lokale Bindung und gesellige Zwecke, wohingegen der (Interessen-) Verband tendenziell eher überregionalen Interessen vertritt und Einfluss auf politische und öffentliche Entscheidungen zu nehmen versucht.

Verbände bezeichnen den Zusammenschluss von Personen mit gemeinsamen Interessen zur Verfolgung gemeinsamer Ziele und sind Vereinigungen, deren Aufgabe es ist, die besonderen Interessen ihrer Mitglieder in den politischen Entscheidungsprozess einfließen zu lassen (Lobbyisten). Zu ihnen zählen:

  • Massenorganisationen (z.B. Gewerkschaften)
  • Interessen-Verbände (z.B. der Allgemeine Dt. Automobil Club, ADAC)
  • Fach-Verbände.(z.B. V. des Fleischerhandwerks)
  • Berufs-Verbände (z.B. der Verband der Flugzeugführer und Flugingenieure Cockpit)
  • Standesorganisationen (z.B. der Deutsche Beamten Bund, DBB)

 

Vereine verbinden Menschen mit gemeinsamen Interessen

Es gibt zahlreiche Gründe, Mitglied in einem Verein oder Verband zu sein: Lobbyarbeit, gemeinsame Aktivitäten, Austausch, Zugang zu Informationen, Wissen oder zu Experten, Teilnahme an Veranstaltungen, Benefits, Vorzugskonditionen u.v.m.

Generell gilt: Mitglieder organisieren sich, um gemeinsam etwas zu bewirken, stärker zu sein, gemeinsame Interessen zu vertreten (wissen).

Viele Vereine und Verbände werben mit sieben oder gar zehn guten Gründen für eine Mitgliedschaft. Am Ende geht es – und das gilt für Verein und Verband gleichermaßen – vorrangig um eines: Mitglieder mit gleichen Interessen / Bedürfnissen organisieren sich, um gemeinsam etwas zu bewirken, gemeinsame aktiv zu werden, gemeinsam stärker zu sein als der Einzelne, um gemeinsame Interessen zu vertreten (wissen).

 

Der deutsche Verein steckt in einer Krise

So titelt ein Artikel im Tagesspiegel. Gründe dafür seien:

  • Überalterung der Mitglieder
  • Gesellschaftswandel
    • Ganztagsschule bei Jüngeren
    • gedrängtere Lehrpläne bei Studenten
    • größere Flexibilität und Mobilität in Zeiten befristeter Arbeitsverträge bei Arbeitnehmern.
  • Vernetzung über Social Media hat sich als neue Form der Kontaktpflege etabliert
  • Ökonomischer Druck und stärkere Abhängigkeit von öffentlichen Mitteln
  • Stärkere Wettbewerbssituation untereinander

Wir möchten das weiter fortsetzen:

  • Informationsbeschaffung durch Web und Netzwerke vereinfacht
  • Wissensarbeit durch Kollaboration auch leicht außerhalb der Vereine möglich
  • Lobbyarbeit muss auf europäischer Ebene stattfinden, was nationale Verbände nur eingeschränkt leisten können
  • Teilnahme an spannenden und relevanten Veranstaltungen auch unabhängig von Verbandsmitgliedschaften möglich
  • Zugang zu Entscheidern auch durch professionelle berufliche Netzwerke jenseits der Vereine leichter möglich.
  • Zugang zu Vorzugskonditionen / Benefits (kostenloses Abo, vergünstigte Mietwagen o.ä.) sind ohne Mitgliedschaft auch zu erhalten.
  • Vereine und Verbände nutzen keine State-of-the-Art-Technologien, um die Vernetzung der Mitglieder jenseits ihrer Veranstaltungen zu unterstützen.

Vereine und Verbände haben unseres Erachtens versäumt, ihre Kernaufgabe, das Vernetzen der Mitglieder, digital zu transformieren. Wenn wir als Mitglieder nicht erkennbar mit Trikots der Sportvereinen oder mit Verbandsnadeln am Revers herumlaufen, können wir einander nicht erkennen, austauschen, verstärken.

miityaCLUB als Lösung aus dem Dilemma

miityaCLUB ist die individuelle App, mit der ein Verband seine Mitglieder, ein Verein seine Fans noch stärker an sich binden kann, ihnen zusätzlich hilft, andere Mitglieder / Fans zu finden und zu treffen, und mit Ihnen kontextuell interagiert.

Die App zeigt dem Mitglied, wo sich seine persönlichen Kontakte aus seinem Adressbuch aufhalten und wie sie sich bewegen. Darüber hinaus sieht er andere Mitglieder, die für ihn relevant sein könnten. Jeweils in Echtzeit. Dabei hat jeder Nutzer maximale Souveränität über seine Daten, seine Standortinformationen und seine Sichtbarkeit.

Mitglieder können leicht andere Mitglieder identifizieren und sich mit ihnen über den gemeinsamen Verband / Verein austauschen. Die Technologie wird so zum Klebstoff für gemeinsame Interaktionen und zum verbindenden Element zwischen Menschen mit gleichen Interessen.

Stell Dir vor …

In unserer kleinen Serie „Stell Dir vor …“ wollen wir unterschiedliche Nutzerperspektiven einnehmen. Uns geht es dabei darum, wie wir uns informieren, zusammenarbeiten, austauschen und beruflich wie privat entwickeln. Dabei möchten wir Euch herzlich einladen, Eure Erfahrungen und Gedanken mit uns auszutauschen.
Nicht um des Redens willen. Wir wollen von Euch lernen und Eure Ansichten, Euer Nutzerverhalten, Eure Wünsche und Anforderungen in die Weiterentwicklung unserer Technologie einfließen lassen.

 

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