/ Produktentwicklung nach Lean Startup. miitya #1
4. Mai 2016

August 2014 – April 2015

Wir haben uns im Sommer 2014 entschlossen, ein Produkt nach Lean Startup zu lancieren. Die Produktidee hatten wir bereits: eine App, die persönliche Kontakte auf einem Radar und einer Karte im näheren Umkreis darstellt. Die Nutzer der App sollen damit ihr berufliches Netzwerk pflegen. Persönliche Kontakte heißt in diesem Fall, dass die Kontakte nicht von Facebook und Co. geholt werden. Die Kontakte werden aus dem Adressbuch auf dem Device hergenommen.

Lean Startup

Da nach Lean Startup vorgegangen werden sollte, haben wir nicht einfach losgelegt. Wir haben dazu über 30 Personen aus dem beruflichen und privaten Umfeld befragt. Für die Befragung wurde ein Klick-Prototyp erstellt, der auf dem Smartphone gezeigt werden konnte. Dadurch sollte herausgefunden werden, was die befragten Personen von der Idee halten. Wichtig war, ob sie die App nutzen, ob sie an deren Erfolg glauben würden. Das positive Feedback hat uns darin bestätigt, die Idee weiter zu verfolgen.

Revenue

Ein Teil der Funktionalitäten in der App sollte kostenlos verfügbar sein, ein anderer Teil als Premium-Features gekauft werden können. Dies ist ein sogenanntes Freemium-Modell. Das Geschäftsmodell war darauf ausgelegt, über die Premium-Erlöse genügend Revenue zu generieren.

MVP

Entsprechend dieses ersten Inputs habe ich zwischen Weihnachten 2014 und Februar 2015 Mockups aufs Papier gebracht. Diese wurden ganz nach agiler Art Epen und Stories in einem Backlog erfasst. Für die Umsetzung dieser so erfassten Anforderungen wurden Angebote von mehreren Firmen eingeholt. Durch die Gespräche in der Angebotsphase wurden die Anforderungen nochmals geschärft. Im Januar 2015 war klar, welche Features in Version 1.0, dem sogenannten MVP, verfügbar sein müssen.

Umsetzung

Des Weiteren hat jo parallel dazu die Webseite aufgebaut, einen Namen für die App (miitya) gesucht. Er hat sich um Logo und Farbgebung gekümmert und erfolgreich begonnen, erste Beta-User einzusammeln. Im Januar 2015 haben wir uns für eine Softwareentwicklungsfirma in Polen entschieden und im Februar liefen die Entwicklungsteams los. Das Projekt nahm Fahrt auf.

Schließlich ging im April die erste, sehr schlank gehaltene App in die Stores. Rund um die Stores war eine Menge Aufwand zu bewältigen, bis das Produkt einigermaßen hübsch daherkam. Bilder, Texte, Preise und Berechtigungen wurden Hand in Hand mit dem Grafikdesigner, den Entwicklern und mit Learning by Doing entwickelt. In der ersten Version waren die Premium-Features für alle Nutzer kostenlos verfügbar. Die Absicht dahinter war, monetäre Einstiegshürden möglichst gering zu halten.

Im Folgenden ging Ende April die nächste Version online, allerdings ging dannach leider gar nichts mehr.

Dies ist der erste Artikel einer Serie über unsere Erfahrungen in der Produktentwicklung nach Lean Startup. Die nächsten Artikel werden sich mit dem Werdegang der App beschäftigen. Dahingegen werden spätere Artikel reflektieren, was wir heute aufgrund der gemachten Erfahrungen anders machen würden. Hier geht es zum zweiten Artikel.

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