/ miitya. The first year
28. Januar 2016

1. Quartal 2015: Erste Schritte

In den ersten Wochen des Jahres haben wir an unserem Konzept geschraubt und potentielle Technologiepartner identifiziert. Die Verbindung von Social Networks und Location Based Services ist nicht banal, stellen wir fest. Mitte Februar starten wir mit der Entwicklung. Und nun muss auch die Marke her. Dank Sandra und Christoph ist das aber schnell gewuppt und mit Michaels Hilfe rasch eingetragen.

Wir entwickeln miitya nach LeanStartup-Methoden. Halten Jedem erst unsere Scribbles unter die Nase, dann ein erstes MockUp. Sammeln Feedback ein, priorisieren neu, planen um. Schnell ist klar, dass wir auf das persönliche Netzwerk setzen und auf die Social Networks pfeifen; wir fokussieren auf die strong ties, das belastbare Netzwerk, mit dem jeder von uns dauernd interagiert: Unsere persönlichen Kontakte in unserem Adressbuch. Die wollen wir finden und treffen. In Realtime. Und andere Nutzer, die für uns relevant sein könnten. Aber nicht nur für uns: Schnell wird klar, dass wir neben dem Consumer-Produkt auch noch eine B2B-Version entwickeln: Für Messen, Vereine, Verbände, Arbeitgeber und starke Marken.

Ende März ist schon viel passiert, trotzdem zerrt die Ungeduld an unseren Nerven. Wir wollen endlich lostesten. Hier ein kleiner Einblick in so einen typischen Gründeralltag.

2. Quartal 2015: Gegenwind

Unsere Gespräche mit den Kapitalgebern und Banken laufen nicht so, wie geplant. Unsere Annahme, wir könnten die App hybrid entwickeln, entpuppt sich als Fehl-Empfehlung unseres Technologiepartners. Und dann der Apple-Store, der jeden Entwickler mit seinen Freigabeprozessen den Wut in den Bauch und die Tränen in die Augen treibt. #SandimGetriebe #FailEarly  #MenschÄrgereDichnicht so die Stichworte im April. #Dermachtwaserwill

Vorwärts, unsere Motto im Mai. Wir bauen an der App, dem Businessplan, den Vertriebsunterlagen. Und immer wieder an den User-Stories. Und endlich, Ende Mai, nach über 100 Tagen Entwicklung steht unsere erste Version live. Noch als MVP (Minimum Viable Product), das gerade mal die Minimalanforderungen (Zeige mir meine Kontakte auf einem Radar und einer Karte im Umkreis von max. 30 km) bedient. Jetzt geht es um die Priorisierung. What’s next?

Ach ja, umgezogen sind wir auch noch. Seit dem 20. Juni in schöne Räume im Hackenviertel zwischen Stachus und Sendlinger Tor. Und am Tag #200 geben wir mal wieder einen tiefen Einblick in unser Gründerdasein.

3. Quartal: Start & (Bauch)Landung

Wir haben uns viel vorgenommen: Launchparty, Start der ersten B2B-Version, Erweiterung der App um interaktive Funktionen, erste Finanzierungsrunde. Und nebenbei noch Brot und Butter (Consulting & Events). Unsere Erkenntnis: Erstens kommt es anders und zweitens als man plant.

Klar, unsere Launchparty Anfang Juli war großartig! Nur iTunes verweigerte das App-Release. Das hat uns viele Nachbesserungen und summarum ganze neun Wochen gekostet. Am Ende waren wir zwar als Supporter und mit eigenem Stand auf dem Gründerfestival Bits&Pretzels und dort im Interview mit Nerdbench (Video!). Aber eben nicht mit unserer App, die wir Bernd, Andi und Felix und allen Gästen so gerne zur Hand gegeben hätten.

Gute Presse (Danke @Svenja!) haben wir eingesammelt in diesem Quartal. So unter anderem mit der Netzwirtschaft, Deutsche StartUps, Senkrechtstarter-Blog und eine tolle Fotostrecke in der Bilanz (Annette, you made our month!).

Parallel haben wir noch zig Events abgewickelt (Wiesn, P1, Bits&Pretzels, Dinner), die XING-Week vorbereitet, ein Unternehmen agilisiert, Corporate Publisher zu integrierter Kommunikation gecoacht, Softwareunternehmen bei Transformationsprozessen begleitet und eine wichtige Lektion gelernt: Loslassen kann befreien.
Danke an Fred, der uns über ein dreiviertel Jahr ein geschätzter Kollege und Sparringpartner war und sich neuen Aufgaben widmet. Und die Zusammenarbeit mit unseren Technologiepartnern – eine bittere Erkenntnis – wird keine Früchte mehr tragen.

4. Quartal: Jetzt erst recht!

Digitale Transformation und Arbeitswelt der Zukunft. Das sind die Schlagwörter der letzten Monate. Einmal, weil das ein Motto der von uns initiierten XING Week ist, zweitens, weil wir den Blick durch die Brille des Kunden (frei nach Malik) nun auch selbstbewusst für unsere Kunden und Produkte wagen, und drittens, weil wir uns selber schon nach wenigen Monaten erfolgreich disrumpieren.

So gab es zwar wenig Breaking-News, aber wir konnten einen wunderbaren neuen Technologiepartner gewinnen. Dann haben wir unser Business-Model und Portfolio so angepasst, dass wir unsere Ziele auch ohne Fremdkapital aus eigener Kraft erreichen können. Wir fokussieren viel stärker auf das B2B-Modell, schließen Medien- und Technologiepartnerschaften und stellen gerade ganz viele Weichen für einen erfolgreichen (App)Start in 2016.

Hier eine knappe Übersicht, was in den letzten Wochen so geschah ….

Ein Weihnachtsgeschenk, dass wir uns selber und Euch machen: Wir haben nun endlich eine produktive und fehlerfreie App in den Stores. Und eine klare und präzise Vorstellung von den nächsten Features, die wir nach und nach umsetzen.

Wir freuen uns aufrichtig über Euer Feedback, Eure Kritik, Vorschläge, Unterstützung und Empfehlung. Mehr noch, wenn Ihr unsere App nutzt, Euren Kontakten empfehlt und uns treu bleibt.

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