/ Fail early
16. April 2015

Scrum als agile Projektmanagement-Methode ist so gestaltet, dass man früh und oft scheitern kann (darf). Will man früh und oft scheitern? Wir denken, früh scheitern ist sicherlich nicht falsch. Oft scheitern, wohl eher nicht.

Dann doch lieber oft etwas aus dem lernen, was geschehen ist. Wir sind heute an einem Punkt in der Entwicklung unserer App, an dem wir sagen können, wir haben viel gelernt und sind noch lange nicht gescheitert.

Wir haben durch die Iterationen, die wir bisher gemacht haben, an jedem Sprintübergang etwas gelernt. Wir sind im Sinne von „Fail early“ heute in der Lage, zu entscheiden, ob wir den eingeschlagenen technologischen Weg weitergehen oder uns neu ausrichten müssen. Für uns ist „Fail early“ nicht ein Versagen, sondern ein Aufruf, die Dinge in die Hand zu nehmen und Alternativen zu erarbeiten.

Ein paar Fakten:

  • unsere Entwickler entwickeln seit bald acht Wochen an unserer App miitya
  • in Sprint 2 wurde nicht der gesamte Umfang geliefert, der ausgemacht war – es wurde uns versprochen, im Sprint 3 nachzuliefern
  • für den Sprint 3 gilt das gleiche wie für den Sprint 2
  • jetzt sind wir bald zwei Wochen über Sprintende 3, es wurde uns wiederholt zugesagt, dass die Funktionen geliefert werden
  • heute fehlen uns jedoch noch die Hauptfunktionen wie Zugriff auf das Adressbuch und eine zuverlässige Ortung des Standortes

Wir haben gelernt: die Sprints enger abnehmen, darauf beharren, dass die Funktionalitäten sehr zeitnah geliefert werden (anscheinend wurden die Aufgaben, die schwieriger zu erledigen sind, nach hinten verschoben – und wir wollen im Sinne der Risikominimierung die schwierigen Dinge zuerst machen). Wir haben Wissen rund um die Technologie und die Abläufe gewonnen, das für uns sehr wertvoll ist.

Jetzt gilt es zu entscheiden, wie und ob wir unsere Entwickler weiter unterstützen sollen und wollen. Was ist ein Plan B und C, um möglichst schnell und effizient einen PoC an den Start zu bekommen? „Fail Early“ heißt für uns hier, frühzeitig zu erkennen, dass wir möglicherweise unsere Entwickler überlastet, überschätzt, die Komplexität oder die Zeitkomponente falsch eingeschätzt haben.

Also Kopf hoch, es geht weiter! Wir werden in nicht allzu ferner Zukunft im Stachus unten beim Mittagessen sitzen, unsere App miitya starten und uns über die leichte Bedienbarkeit, die Geschwindigkeit und die vielen Nutzer freuen. Und werden und gegenseitig auf die Schulter klopfen können. „Fail Early“ – viel lernen.

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