/ Aussteller bei Bits & Pretzels auf der Messe. miitya #3
5. Juli 2016

August 2015 – Dezember 2015

Als Aussteller bei Bits & Pretzels: dazu benötigten wir eine einigermaßen nutzbare Version in den Stores. Ende September fand die Gründermesse Bits & Pretzels statt, die durch uns wieder im Teilnehmermarketing massiv unterstützt wurde. Für uns als Gründer ein Termin, den wir unbedingt wahrnehmen wollten. Schließlich waren wir Aussteller auf der Messe und wollten unser Produkt vorzeigen. Glücklicherweise war die Version so stabil, dass die App dem interessierten Besucher gezeigt werden konnte und so über viele Gespräche Feedback an uns zurückfloss.

Aussteller bei Bits & Pretzels

Im Vorfeld zur Gründermesse wurden wir vom Chef des aktuellen polnischen Entwicklungspartners im Rahmen eines Akquisegesprächs angefragt, ob man sich auf der Messe treffen möchte. Seine Firma wäre im Bereich Mobile App Entwicklung tätig, vielleicht würden sich Anknüpfungspunkte ergeben? Nun war es bei Weitem nicht so, dass wir mit dem Fortschritt der App und der Qualität zufrieden waren, hier gab es in beiden Bereichen noch reichlich Luft nach oben. So boten wir dem anfragenden Chef an, dass man sich auf der Messe treffen und diese Dinge besprechen könnte – nachdem man schließlich schon Kunde von ihm sei. Gute Idee, so meinten wir, aber leider tauchte der Chef auf der Messe am Stand von miitya nicht auf. So blieb dieses Thema unbesprochen.

Neuer Entwicklungspartner

Dies und einige andere Vorkommnisse in den letzten Monaten bewogen uns dazu, den doch schweren Schritt zu gehen und einen neuen Entwicklungspartner zu suchen. Glücklicherweise bot sich über unser berufliches Netzwerk bald darauf die Möglichkeit, mit einem neuen Entwicklungspartner ins Gespräch zu kommen. Zufälligerweise konnten wir auch über unser familiäres Umfeld Informationen über diesen Dienstleister einholen. Nach einigen Gesprächen war man sich einig, die App fortan nun mit dem neuen Partner und dessen Entwicklungszentrum in Indien weiter zu entwickeln. Hier zeigt sich wiedermal, dass Strong Ties, ein belastbares Netzwerk, so manche eine Entscheidung erleichtern oder gar ermöglichen.

Zerlegen

Neues Team heißt, Vergangenes aufzuarbeiten. Konkret bedeutete dies, dass das indische Team die App komplett zerlegte, um zu verstehen, was wo geschieht. Oder eben nicht geschieht. Was in einigen Bereichen sehr ernüchternd war. So fand man gemeinsam heraus, dass einige Anforderungen zwar von uns bezahlt, aber von den Entwicklern nicht implementiert wurden. Also hieß es hier: Aufräumen. Nicht nur für einige Tage, sondern für die ganzen kommenden Wochen bis Dezember. Nun sollte man meinen, dass durch agiles Vorgehen und den Reviews am Ende jedes Sprints solche nicht implementierten Anforderungen auffallen sollten. Das stimmt leider so nur zum Teil. Hier lebt das System von Vertrauen, Roland muss den Entwicklern einfach vertrauen (können), dass z.B. für eine sichere Verbindung das angeforderte SSL-Zertifikat auch hinterlegt wurde.

Neues Geschäftsmodell

Parallel zur Einarbeitung des indischen Teams ließen wir uns natürlich nicht bitten, Überlegungen bezüglich unserer Geschäftsmodelle anzustellen. Bisher gingen wir davon aus, dass sich die App über Premium-Features finanzieren wird. Es zeichnete sich jedoch ab, dass die Nutzer die App nur zögerlich annahmen und keinesfalls dazu bereit wären, für Premium-Features zu bezahlen. So brachte jo bald den Vorschlag auf den Tisch, vorrangig B2B zu adressieren, ein (Nutzerabhängiges) Lizenzierungsmodell aufzusetzen und die Technologie in Modulen anzubieten.

So würde das bisherige miitya zum Kern einer SaaS-Technologie, die anderen Funktionalitäten zu modularen Paketen, die ein Betreiber individuell dazu buchen kann. Dies hätte auch den Vorteil, dass z.B. ein Content-Modul erst dann realisiert würde, wenn sich ein Kunde dafür interessiert. Zusammen wurde dieses Konzept sehr zügig auf der Webseite und allen Präsentationen umgesetzt. Zurückblickend kann man heute sagen, dass dies eine wichtige Idee und Entscheidung mit Meilenstein-Charakter war.

Anfangsschwierigkeiten

Auf der Entwicklungsseite ging es dann doch nicht so schnell voran, wie ursprünglich angedacht. Zum einen lag dies sicherlich an unserer Ungeduld, die Sprints immer bis unter die Decke mit Stories vollzustopfen, zum anderen brauchte das indische Team einfach Zeit, sich personell zu sortieren, aber auch die Fachlichkeit zu verstehen, die Ausbringung in die Stores kennen zu lernen und Kommunikationsprozesse einzulernen. Trotzdem wurden bis vor Weihnachten einige wichtige Fortschritte gemacht, die wir in einen rückblickenden Weihnachtsgruß zusammenfassten.

Weihnachten

Andere Länder, andere Kultur: in Indien findet wichtige Feierlichkeiten, die bei uns als Weihnachten bekannt sind, anfangs November statt. So arbeitete das Entwicklungsteam arbeitete über unsere Weihnachtstage weiter, während wir die Tage im Kreise ihrer Angehörigen genossen. Die geruhsamen Tage standen bevor.

Kurze Pause bis Januar, um dann mit Vorfreude in ein neues glanzvolles Jahr zu starten.

Dies ist der dritte Artikel einer Serie über unsere Erfahrungen in der Produktentwicklung nach Lean Startup. Die nächsten Artikel werden sich mit dem Werdegang der App beschäftigen. Dahingegen werden spätere Artikel reflektieren, was wir heute aufgrund der gemachten Erfahrungen anders machen würden. Hier geht es zum zweiten Artikel und zum vierten Artikel.

3 thoughts on “Aussteller bei Bits & Pretzels auf der Messe. miitya #3

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